Wie funktioniert ein Eierkocher?

Der Eierkocher – hat fast jeder, nutzen viele Menschen, und dennoch ist er eines der unbekanntesten Küchengeräte. Hinter der Funktionsweise steht das Prinzip Wasserkocher, mit dem man Wasser besonders rasch erhitzen kann.

Wie ein Wasserkocher besteht auch der Eierkocher aus einem Gefäß und einem Heizelement – meist eine beheizbare Bodenplatte -, die das Wasser im Gefäß erhitzt.  Beim Eierkocher kommen bei jedem Modell noch ein Eieraufsatz hinzu, in den die Eier kommen, sowie ein Deckel mit einer Öffnung oben, damit der Wasserdampf entweichen kann. Gleichzeitig dient der Deckel so als Spritz- und Hitzeschutz.

Die Heizplatte Ihres Eierkochers erhitzt das Wasser und erzeugt Wasserdampf. Der Eierkocher heißt zwar Eierkocher, doch eigentlich kocht er die Eier nicht, sondern ist ein Dampfgarer, der die Eier im Wasserdampf gart. Das Dämpfen ist die schonendste Art, Lebensmittel zu garen. Es erhält einen wesentlich größeren Teil der wertvollen Inhaltsstoffe aller Lebensmittel, und es ist energiesparend. Der Eierkocher ist also eine sehr gesunde und preiswerte Art, ihre Eier zuzubereiten.
Eierkocher machten das Eierdämpfen so einfach, wie genial: Der Eierkocher schaltet sich aus, sobald das Ei den gewünschten Härtegrad erreicht hat. Für die Regulierung der Kochzeit gibt es zwei Prinzipien:

  1. Mit einem unter der Heizplatte eingebauten Drehschalter wird bestimmt, welchen Härtegrad die Eier haben sollen. Dann wird das Wasser eingefüllt, ein Signalton zeigt an, wenn die Eier den gewünschten Härtegrad erreicht haben und das Gerät schaltet selbsttätig ab. Diese Variante arbeitet also nach der eingestellten Kochzeit und schaltet ab, wenn sie abgelaufen ist.
  2. Mit einem dem Eierkocher beiliegenden Messbecher wird genau so viel Wasser in den Eierkocher gegeben, wie es dem gewünschten Eierhärtegrad entspricht. Der Eierkocher schaltet dann automatisch ab, wenn das Wasser verdampft ist und die Eier genauso so hart sind, wie man es möchte. Die Wassermenge also bestimmt bei diesem Verfahren die Kochzeit und damit letztlich den Härtegrad des Frühstückseis. Diese Eierkochervariante arbeitet also mit der Wassermenge. Ist kein Wasser mehr im Behälter schaltet das Gerät ab.
Wenn Sie in der Gebrauchsanleitung des Eierkochers lesen, dass Sie nicht mehr, sondern weniger Wasser einfüllen müssen, je mehr Eier Sie auf einmal kochen möchten, ist das nicht etwa ein Druck- oder Übersetzungsfehler. Wie aber kann denn das sein? Fürs Dämpfen macht man sich die Kondensation zunutze. Die kühle Ei-Oberfläche lässt das Wasser kondensieren und zum Heizelement zurückfließen, wo es wieder erhitzt wird. Je mehr kühle Ei-Oberfläche im Eierkocher ist, desto mehr Kondensationsoberfläche ist da und umso mehr Wasser fließt zurück in den Heizbereich. Haben Sie also viele Eier im Eierkocher, ist das Wasser nicht so schnell verdampft. Haben Sie aber nur ein oder zwei Eier im Eierkocher, ist die Kondensationsoberfläche geringer und mehr Wasser entweicht durch die Öffnung im Deckel.

Beim Eierkocher ist unter dem Heizelement ein Temperaturschalter eingebaut. Er arbeitet automatisch, sein Schaltzustand ändert sich temperaturabhängig. Bei einer erreichten Temperatur von über 100 Grad schaltet der Temperaturschalter das Heizelement ab, dann ist das hat das Ei den gewünschten Härtegrad erreicht. Wasser verbraucht. Bei manchen Geräten erklingt zusätzlich ein Signalton. Bei Eierkochern ist eine Ein- und Ausschalter nicht zwingend notwendig und fehlt deshalb meist – vor allem bei sehr günstigen Eierkochern. Das Gerät muss also mit dem Netzstecker vom Stromnetz getrennt werden.

Neben diesen grundlegenden Funktionen, die jeder Eierkocher hat, gibt es neben dem Eierkocher, der einfach "nur" Eier kocht, und sonst nichts, auch Modelle mit diversen Sonderfunktionen wie einer Pochierfunktion, stufenloser Härteeinstellung, integriertem Eierbecher sowie Ein- und Ausschalter.

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