Eier-Kennzeichnung

Die Kennzeichnung von Eiern

Um Frühstückseier mit dem Eierkocher perfekt zubereiten zu können, müssen Sie ja einige Faktoren beachten und sich mit der Kennzeichnung von Eiern auskennen. Nur dann können Sie die passenden Werte an Ihrem Eierkocher einstellen. Die in Deutschland gemäß EU-Vorgaben gesetzlich vorgeschriebene Kennzeichnung auf dem Ei selbst und der Eipackung sollen Herkunft und Haltungsart des Eis transparent machen, und dem Verbraucher bei der Orientierung helfen. Er erhält durch den Stempel auf dem Ei Informationen über die Haltungsform, das Herkunftsland und die Region (in Deutschland das Bundesland),  den Legebetrieb und den Stall. Auch die Verpackung muss einige im gesamten EU-Raum verpflichtenden Angaben enthalten. Zudem dürfen In der gesamten EU ausschließlich Eier der Güteklasse A verkauft werden.

Die Kennzeichnung mittels Stempel auf dem Ei

Und so sieht ein solcher EU-konformer Eier-Stempel in Deutschland beispielsweise aus:
2-DE-09-73678
Deutlich sichtbar und vom Gesetzgeber vorgeschrieben: Mittels Kennzeichnung eindeutig deklariert.
Deutlich sichtbar und vom Gesetzgeber vorgeschrieben: Mittels Kennzeichnung eindeutig deklariert.

Diese Zahlen haben folgende Bedeutung:

  1. Die erste Zahl nennt die Haltungsart: 0= Bioeier aus ökologischer Halten, 1= Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung, im Beispiel also Eier aus Bodenhaltung.
  2. Es folgt das zweistellige Länderkürzel, hier steht das DE für Deutschland
  3. Nun folgt die siebenstellige Kennzeichnung des Legebetriebs, wobei die ersten beiden Ziffern für das Bundesland stehen, hier als 09 für Bayern. Die Ländercodes sind: 01 - Schleswig-Holstein, 02 – Hamburg, 03 – Niedersachsen,04 – Bremen, 05 - Nordrhein-Westfalen, 06 – Hessen, 07 - Rheinland-Pfalz, 08 - Baden-Württemberg, 09 – Bayern, 10 – Saarland, 11 – Berlin, 12 – Brandenburg, 13 - Mecklenburg-Vorpommern, 14 – Sachsen, 15 - Sachsen-Anhalt, 16 – Thüringen.
  4. Die letzten fünf Kennziffern nennen die Betriebsnummer, wovon die letzte Zahl die Stallnummer des Betriebs markiert.
Doch Achtung: Nur dieser Code des Legebetriebs (Erzeugercode) gibt an, aus welchem Betrieb das Ei stammt. Die Packstellennummer auf der Eipackung gibt nur über den Ort Auskunft, in dem es abgepackt wurde.

Die Kennzeichnung auf der Eierpackung

Diese Angaben muss gemäß EU-Verordnung jede Eierpackung aufweisen, die in Deutschland in den Handel kommt:
  • Die Angabe der Güte- und Gewichtsklasse, wobei nur diese Gewichtsklassen verwendet werden dürfen: S= unter 53g, M=53-63g, L= 63-72g und XL = über 72 g
  • .Die Haltungsar
  • tErläuterungen, mit denen der Verbraucher den Erzeugercode entschlüsseln kann
  • Die Packstellennummer (nicht der Erzeugercode!)
  • Die Zahl der verpackten Eier
  • Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD), ersatzweise auch das Legedatum, dann gilt als MHD die Frist maximal 28 Tage nach dem Legen
  • Mindestens dieser Hinweis: „Bei Kühlschranktemperatur aufbewahren – nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durcherhitzen“
Alle diese Angaben müssen mit Ausnahme der Packstellennummer und der Eieranzahl beim Loseverkauf z.B. im Einzelhandel auf dem Wochenmarkt gut sichtbar auf einem Schild neben der Ware angegeben sein. 
Neben diesen Pflichtangaben, die sich meist auf einem gut sichtbaren Aufkleber auf der Eierpackung befindet dürfen noch weitere Angaben vorhanden sein wie der Verkaufspreis. Auch das genaue Legedatum sowie das empfohlene Verkaufsdatum, das nicht später als der 21. Tag nach dem Legen sein darf. Ebenfalls erlaubt ist diese Herkunftsbezeichnung: „Ursprung der Eier siehe Stempel auf dem Ei“.  Nicht vorhanden sein dürfen alle die Angaben, die den Verbraucher irritieren oder täuschen könnten.

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