Das Ei

Ihr Frühstücksei das unbekannte Wesen

Eier? Kennt doch jeder, darüber weiß man doch Bescheid! Ei ist Ei, oder nicht? Tatsächlich ist keineswegs ein Ei dem anderen gleich, auch Eier sind Unikate. Viele Mythen und Missverständnisse machen obendrein Ihr Frühstücksei zum unbekannten Wesen.
Das Ei - im Idealfall auf möglichst direktem Wege vom Bauern auf den Frühstückstisch.
Das Ei - im Idealfall auf möglichst direktem Wege vom Bauern auf den Frühstückstisch.
Eier kauft man im Vorbeigehen, schaut gerade einmal nach Bio, Bodenhaltung oder freilaufend und ansonsten nach dem Preis. Dann geht es höchstens noch nach Datum und Farbe der Schale. Und damit fängt es schon an.

Braune oder weiße Eier?

Eier mit brauner Schale sind besser, lautet der erste Mythos. Darüber wird oft mit fast religiösem Eifer gestritten. Tatsache aber ist, dass die Farbe der Schale nichts über die Qualität des Eis aussagt. Falsch ist auch die Vorstellung, dass weiße Eier von weißen Hühnern und braune Eier von braunen Hühnern gelegt werden, denn das ist ein Mythos. Die Farbe der Eier  ist abhängig von der Hühnerrasse und den unseren Ohrläppchen ähnelnden Ohrscheiben der Hühner. Hühnerrassen mit roten Ohrscheiben legen braune Eier, Rassen mit weißen Ohrscheiben weiße Eier. Auch die Vorstellung, dass braune Eier gesünder sind, stammen aus dem Reich der Mythen. Selbst die Dotterfarbe hat nichts mit der Schalenfarbe zu tun, sondern mit der Ernährung. Picken Hühner viel rote Carotinoide, werden die Dotter goldgelb und zuweilen orangerot. Wird hingegen Futter mit gelben Carotinoiden gegeben, werden die Dotter blasser.

Eier sind gesund

Jahrelang galten Eier als Cholesterinbomben, die man bei einer gesunden Ernährung unbedingt meiden sollte. Doch haben Wissenschaftler auch diese Aussage ins Reich der Mythen verbannt, denn Eier sind viel besser als ihr Ruf. Dabei gilt: Allzu viel ist ungesund wegen des Fettanteils. Das Cholesterin im Ei aber beeinflusst den Cholesteringehalt bei gesunden Menschen nur in äußerst geringem Maße. Den Eierkonsum einschränken sollte vor allem Menschen, deren körpereigene Regelung des Cholesterinspiegels gestört ist. Die Inhaltsstoffe Vitamin A, B. E und K sowie Mineralstoffe wie Calcium, Eisen und Phosphor sowie zahlreiche Spurenelemente machen Eier zu gesunden Lebensmitteln. Dazu ist das Ei Lieferant von hochwertigem Eiweiß.

Die Kennzeichnung auf dem Ei

Die Kennzeichnungen auf dem Ei und der Packung hilft dem Verbraucher bei der Orientierung. Sie informieren über Haltungsform, Gewichtsklassen und Legedatum. Die Haltungsform erkennen Sie an der ersten Zahl. Dabei bedeutet 0= Bioeier aus ökologischer Halten, 1= Freilandhaltung, 2=Bodenhaltung. Die Abstufungen der Gewichtsklassen sind S= unter 53g, M=53-63g, L= 63-72g und XL = über 72 g.  Generell dürfen nur Hühnereier der Güteklasse A angeboten werden mit sauberer, unverletzter Schale und Eidottern ohne Fremdeinlagerungen.
Ei-Lieferanten: Hühner im Grünen, der Idealfall.
Ei-Lieferanten: Hühner im Grünen, der Idealfall.

Wie frisch ist ein Ei?

Die Mindesthaltbarkeit für Hühnereier beträgt 28 Tage nach dem Legedatum. Eier die älter als 14 Tage sind, sollten nur nach Erhitzung auf über 70 Grad verwendet werden. Eier sollten Sie grundsätzlich im Kühlschrank aufbewahren, am besten in der Verpackung oder sofern vorhanden, in einer Eierbox. Eier können nämlich den Geschmack anderer Lebensmittel annehmen. Auch können Eier noch zu frisch sein, am besten sind sie, wenn sie wenigstens 4-5 Tage alt sind. Ob ein Ei noch frisch ist, erkennen Sie durch einen einfachen Trick: Legen Sie das Ei in ein Glas mit Wasser. Bleibt das Ei am Boden liegen ist es frisch, steigt es auf, stellt sich auf, oder  schwimmen oben, sollten Sie es nicht verwenden.

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